Schlehenansatzessig?
von: were am 15.Okt.2010 09:45:43
Region: eu
Da es bei uns dieses Jahr sehr viel Schlehen gibt, möchte ich nun auch einen Schlehenansatzessig herstellen. Dier Herstellung des Essigs ist einfach, aber bei allem Spass den das Hobby macht sollte man doch den praktischen Nutzen nicht vergessen: Was mache ich hinterher mit dem Essig? Hat jemand spezielle Rezepte? (Was nicht unbedingt nur für Schlehenessig, sondern eigentlich für alle Essige gilt)
Zum Thema Schlehen habe ich folgendes gefunden:
Mit ihrem nur leicht süßlichen, milden Geschmack liefert die Schlehe einen Essig, der hervorragend zu pikanten Speisen, zu Herbstsalaten, Wildgerichten, Soßen, aber auch Rotkohl passt. Er ist damit auch in der Weihnachtsküche eine ideale Würze.
Konkrete Rezepte habe ich dagegen gar keine gefunden.
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RE: Schlehenansatzessig?
von: Hubert am 20.Okt.2010 12:55:32
Region: Hietzing
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Habe diesbezüglich auch nichts im Netz gefunden. Da Schlehenessig geschmacklich jedoch dem Pflaumenessig oder Zwetschkenessig sehr ähnlich ist (ebenfalls Steinobst, allerdings ist beim Schlehenessig der Steinobstcharakter deutlicher ausgeprägt), können solche Rezepte ebenfalls verwendet werden.
Habe z.B. folgendes Pflaumen-Chutney Rezept bei chefkoch.de gefunden:
Zitat:
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3 kg Pflaumen oder Zwetschgen, entsteinte (auch Dörrpflaumen möglich)
100 g Sultaninen
1 kg Zwiebel(n)
1 kg Äpfel
1 Stück Ingwer, ca. 150 g
400 g Zucker
400 ml Essig (Weißweinessig)
5 EL Senfkörner, gelbe
1 EL Meersalz
3 kleine Chilischote(n), getrocknete oder frische
2 Stange/n Zimt
Die Pflaumen in einen 7 l Topf geben und zusammen mit den Sultaninen und dem Zucker pürieren. Die Zwiebeln mit den Äpfeln und dem Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden - das geht mit einer guten Rohkostreibe. Alles zusammen zu den pürierten Pflaumen geben. Nun noch alle restlichen Zutaten bis auf die Chilischoten hinzufügen. Nun langsam aber sicher kochen, dabei immer wieder umrühren. Die Zimtstangen nach Geschmack wieder entnehmen, die Note soll nur ganz dezent sein. Die Masse sollte um ein Drittel eingekocht sein, dann die Chilischoten zum Ende der Kochzeit hinzufügen. Vorsicht - die Masse ist beim Abschmecken heiß und auch sehr scharf, wird aber nach dem Abkühlen viel milder.
Noch heiß in saubere Gläser füllen und mit Twist-Off-Deckeln verschließen (so wie bei Marmelade). Bei mir sind es 23 Gläser je 212 ml geworden.
Das Chutney schmeckt mir sehr gut zu würzigem Käse oder zu Fleisch. Ich kann es mir auch gut zu Entenfleisch vorstellen - ebenso als Soßengrundlage für die asiatische Küche.
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Gemäß den Reaktionen der Leser scheint es ein sehr gutes Rezept zu sein. Ich würde statt Pflaumen Schlehen verwenden und statt Weißweinessig den Schlehenessig.
Bzw. den Schlehenessig z.B. 1:1 verdünnt direkt als Digestif genießen ist sicher auch ganz vorzüglich (sofern als Grundessig vom Ansatz auch ein besserer Essig verwendet wurde).
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 RE: Schlehenansatzessig?
von: were am 12.Jan.2011 15:46:37
Region: eu
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Nach längerem "Testen" kann ich nun mal vermelden, dass Linsen mit Schlehenessig verfeinert um Welten besser schmecken als mit normalem Apfelessig.
Wer gern Linsen sauer isst soll's mal probieren!
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  RE: Schlehenansatzessig?
von: Eva am 18.Jan.2011 10:30:40
Region: Wien
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Super, danke für den Tipp! Bin auch ein Fan von Linsensalaten. Werde mir gleich Schlehen besorgen und in Essig ansetzen. Jetzt gibt's die zwar nur getrocknet, bin aber so neugierig, dass ich es auch damit ausprobieren werde. Werde dann berichten was daraus geworden ist.
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   RE: Schlehenansatzessig?
von: were am 15.Feb.2011 10:02:53
Region: eu
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Jetzt auch im Bohnensalat probiert - klasse! Kein Vergleich zu "normalem" Essig
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